Saisonbericht 2017

Druckfrisch mein Saisonbericht.
 
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Vertical Weltcupfinale Fully

In Fully (VS) fand der Final der Vertical Worldserie statt. 1000 Hm auf nur 1.9 Kilometer sollten Oberschenkel, Waden und Lunge richtig zum Kochen bringen. Die Strecke führte über die 1912 errichtete Standsteilbahn, welche für den Bau des Stausee Lac de Fully errichtet und 1983 stillgelegt wurde. 700 durften an den Start, die Plätze waren anscheinend innerhalb von 2 Stunden weg. Im 20 Sekunden Rhythmus wurden die Läufer auf die Strecke geschickt, als 18. Letzter durfte ich endlich losrennen. Die ersten 200 Meter waren rennbar, danach wurde es immer steiler und lauter. Unglaublich diese Zuschauermengen, sie schrien dich regelrecht ins Ziel, dazu explodierten immer wieder Knallkörper. Einfach sehr geil. Schlussendlich reichte meine Leistung zu Rang 20. Nicht schlecht, aber auch nicht berauschend. Herzliche Gratulation an Philipp Götsch zu seiner neuen Weltkrekordfabelzeit! Mit diesem Rennen geht meine erste Saison als „Vertikalläufer“ zu Ende. Eine Sportart, die ich als Reha für mich entdeckte und in welcher ich unglaublich viel Freude und Spass gefunden habe. Herzlichen Dank an alle, die mich dabei unterstützt haben!

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Vertical Mont Suchet

Die Strecke führte etwas ausserhalb von Rances (Waadt) auf den Mont Suchet (1600 m.ü.M.), welches damit die fünfthöchste Juraerhebung ist. Alle 30 Sekunden wurden die Teilnehmer auf die Strecke geschickt. Nach 35.35 Minuten konnte ich bei der Gipfelpyramide anschlagen, was sich als Siegerzeit erweisen sollte. Danach genossen wir die traumhafte Aussicht über das gesamte Alpenpanorama inkl. Mont Blanc und das wunderbare Herbstwetter. Vor der Siegerehrung stärkten wir uns mit einem leckeren Fondue, welches vom Veranstalter gestellt wurde. Kurzum ein herrliches und top organisiertes Rennen, vielen Dank an alle! Herzliche Gratulation zum 2. Platz an Philipp Gerber, welcher gefühlsmässig wohl eher hinaufgeflogen als -gelaufen ist... ;-)

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Vertical Claro – Pizzo

Von Claro (220 m.ü.M) auf den Pizzo Claro (knapp 2800 m.ü.M) sind über 2500 Höhenmeter auf 9.2 Kilometer und versprachen damit jede Menge Spass. Die ersten flachen Kilometer lagen mir nicht sonderlich und so lag ich nach einer halben Rennstunde nur auf 12. Rang. Danach konnte ich in den steilen Anstiegen innert kurzer Zeit bis wenigen Meter hinter Rang 5 vorlaufen. Ja und dann war ich wohl eine Sekunde ziemlich unkonzentriert und bog falsch ab (beim Run...tergehen staunte ich selber wie dies an dieser Stelle überhaupt möglich ist :-)). Den Fehler bemerkte ich dann aber bald einmal und ich war froh, als ich den Weg zurück auf die Strecke fand, zeitlich verlor ich vielleicht knapp 2 Minuten. Von da an fand ich den Weg bis auf den Gipfel problemlos und erreichte das Ziel als 6. Ich hatte heute sicher einiges mehr erwartet, dafür entschädigte ein unglaublich tolles Panorama und ich konnte das ganze Rennen einfach geniessen. Ein herzliches Dankeschön möchte ich an OK Chef Stefano Dell'Era und seinem ganzen Team aussprechen. Überall an der Strecke begeisterte Zuschauer und super Verpflegungsposten. Ich erlebte wohl noch nie ein solches Rennen, beim Runtergehen wurde an den Verpflegungsposten bereits Polenta gekocht, dazu Tessiner Spezialitäten wie Käse, Salami und natürlich Rotwein serviert. Diese Herzlichkeit war unglaublich schön! Gratulation an die Sieger Roby Delo, Stefan Knopf Cristian Minoggio. Neu steht der Rekord bei knapp unter 1.37!

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Vertical Weltcup Chandolin

Nach dem Rennen in Italien war dies mein zweiter Start bei der Weltcup Serie. Auf 7.7 km gab es 2000 Hm zu überwinden bis zum Ziel auf dem Illhorn. Bei traumhaftem Wetter war das Rennen ein wahrer Leckerbissen, obwohl ich am Anfang ziemlich hart beissen musste. Ich liebe sehr sehr steile Anstiege, sobald die Strecken flacher sind und ich ins Lauftempo wechseln muss, gefällts mir jeweils weniger. Deshalb waren die ersten 2/3 der Strecke nicht so nach meinem Geschmack, der letzte Teil war dann, mit dem direkten steilen Weg über die Skipiste, genau nach meinem Gusto. So konnte ich auf den letzten 500 Hm noch 8 Ränge gut machen und schlussendlich als 5. nach 1.20 min ins Ziel einlaufen. Dieser 5. Rang bedeutete zusätzlich noch Rang 2 in der Gesamtserie des K2 European Cup 2017. Herzliche Gratulation an die Sieger Martin Anthamatten, Jonathan Schmid und William Bon Mardion.

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Red Bull K3000

Von Susa (It) auf den Monte Rocciamelone, dies bedeutet von 480 auf 3540 m.ü.M. 3000 Höhenmeter verteilt auf weniger als 10 Kilometer, dieses Rennen des Vertical Weltcups war schon lange sehr dick in meinem Kalender markiert. Der Start sollte mir dann aber einen dicken Strich durch meine Rechnung machen. Es galt vor dem offiziellen Start zwei flache Kilometer durch die Stadt zu absolvieren. Gegen die vielen starken Läufer hatte ich in der Fläche nicht viel zu bestellen, zusätzlich verlor ich dabei noch meine Trinkflasche und musste eine Kehrtwende machen. So kam ich wohl nur knapp im ersten Drittel von den knapp 500 Läufern in den sehr schmalen Aufstieg. Ich versuchte mein Möglichstes um einen Läufer um den anderen zu überholen, aber dies war in den engen Trails sehr schwierig. Ich gab mein Bestes, trotzdem konnte ich an diesem Tag nicht meine gewünschte und erhoffte Leistung erbringen. Schlussendlich erreichte ich das Ziel auf über 3500 m.ü.M. als 23. Die Enttäuschung über meine Leistung legte sich rasch, war die Aussicht einfach nur atemberaubend. Grossartiger Sieger wurde Martin Anthamatten. Herzliche Gratulation!

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Vertical K2 European Cup Villaroger / Les Arcs

Das Rennen in den französischen Alpen führte über knapp 8 Km von 1200 auf über 3200 Meter über Meer und gehört zur europäischen K2 Serie. Waren die ersten 500 Meter noch eher flach, wechselte es danach auf die Skipiste, die Richtung Aiguille Rouge führte. Ich hielt mich am Anfang etwas zurück, da ich von der Distanz und Höhenlage doch ein wenig Respekt hatte, bisher war ich erst zwei Mal über 3200 Meter über Meer. Nach der Hälfte konnte ich mich auf Rang vier vorarbeiten und die beiden 2. und 3. Platzierten waren nur noch wenig vor mir. Die letzten 400 Hm hatten es dann aber in sich. Über vereiste Blockfelder und den Gletscher forderte einiges an Trittsicherheit. Da konnte ich nur staunen, wie die anderen diesen technisch anspruchsvollen Teil meisterten. Durch Bergführer waren diese Passagen super gesichert. Als dann aber direkt bei uns noch ein Steinschlag niederging, war ihre Lockerheit auch vorüber. Glücklicherweise kam niemand zu Schaden. Schlussendlich erreichte ich das Ziel als 5.

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Red Bull 400 Weltmeisterschaft

Auf 15 Grossskisprungschanzen führt Red Bull jährlich diese Rennserie durch. Das erste Mal wurde nun alles zu einer Weltmeisterschaft vereint. Diese fand in Titisee-Neustadt im Schwarzwald statt und bot, wie von Red Bull nicht anders erwartet, sehr viel Spektakel, z.B. mit dem aktuellen Airrace Weltmeister, welcher eine unglaubliche Flugshow zeigte, die für Leute mit Flugangst wohl nur wenig geeignet war. 1500 Startplätze gab es, diese waren anscheinend im Nu weg. Darin waren viele Welt- und Europameister aus den Disziplinen Berg-, Vertical- und Treppenlauf am Start. Für Action war also gesorgt. Meinen Startplatz erhielt ich auch nur Dank einer Einladung von Red Bull vor wenigen Tagen. Über Vorlauf und Halbfinal musste man sich zuerst für den Final der besten 70 qualifizieren. Dies gelang mir ziemlich einfach. Im Final galt für mich nur der totale Angriff. Nach den ersten 80 Metern, die steil bergab gingen, lag ich wohl nur in den Top 30. Dann konnte ich mich bis Rang 4 vorarbeiten, ehe ich auf den letzten paar Metern noch einige Probleme mit Ausrutschen hatte und mich mit letzter Kraft als 7. Ins Ziel warf. in diesem Feld eine ordentliche Leistung. Selten brannten meine Oberschenkel dermassen wie auf diesen 400 Metern. Es braucht also keine 30 Stunden, es reichen auch 3’50’’. Kurz um, ein super toller Event!

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1000er Stägli Lauf

Das 1000er Stägli in Aarburg ist ein richtiger Magnet für Jung und Alt. Auf den 1150 Treppenstufen kann es an schönen Tagen zu richtigen Völkerwanderungen kommen. Auf der gesperrten Strecke sollte dies im Rennen kein Problem werden. 1150 Tritte und 250 Hm versprachen eine kurze, dafür umso intensiver Angelegenheit. Es ging wirklich schnell, kaum war ich unten aus dem Startbereich draussen hatte ich das Gefühl auch schon oben zu sein. Mit der Zeit war ich zufrieden, stoppte sie doch nach 6:37, was neben dem Sieg auch neuer Streckenrekord bedeutete. Das Podest komplettierten der ehemalige Inlineskating Profi Nicolas Iten und Marius Müller, herzliche Gratulation an die beiden.

 

Ein ganz grosses Dankeschön möchte ich an dieser Stelle an das Team um Michael Adamer aussprechen, welches mit viel Herzblut und Engagement einen super Anlass auf die Beine gestellt hat.

 

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Niesentreppenlauf

Die Vorfreude auf dieses Rennen war riesig und bereits seit mehreren Tagen war ich richtig kribbelig. Mit über 11'500 Tritten ist es die längste Treppe der Welt. Knappe 1700 Hm gilts zwischen Mülenen und dem Niesengipfel zu absolvieren. Die Startliste beinhaltete viele sehr starke Bergläufer, unter anderem mit Jonathan Schmid den neuen Berglaufschweizermeister und mit Lukas Von Känel ein Sieger der letzten Jahre. Alle 20 Sekunden wurden drei Läufer gleichzeitig auf die Treppe geschickt. Ich durfte mit der Nummer 58 losrennen, 40 Sekunden vor Jonathan und 2 Minuten vor Lukas. Bald einmal hatte ich alle vor mir Gestarteten überholt und war alleine unterwegs. Es war nicht einfach ein Tempo zu wählen, welches ohne Probleme durchgezogen werden kann und wie die zeitlichen Abstände zu den Mitstreitern war, wusste ich nicht. Ein Blick nach hinten und man verliert den Tritt, zudem ist das Einschätzen des Vorsprungs auf der Treppe sehr schwierig. Jedenfalls fühlte ich mich super und kam gut vorwärts. Im Ziel erzählte mir Jonathan, dass ich ihm bis zur Mittelstation nach 1000 Hm 50 Sekunden abnahm und auf Siegeskurs war. Im oberen Abschnitt sollte ich dann einige Probleme bekommen, er konnte dafür richtig aufdrehen. Schlussendlich erreichte ich das Ziel nach 1h und 1 Minuten als Zweiter. Gratulation an Sieger Jonathan Schmid und Lukas Von Känel zu seinem dritten Rang. Ebenfalls ein grosses Merci ans ganze Organisationsteam vom Niesen für diesen tollen Anlass.

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Stairways to heaven

Stairways to heaven (Treppenlauf Piotta - Ritomsee)

 

Mit einer super Truppe gings am Freitagabend ins Tessin. Am Samstagmorgen stand der Treppenlauf von Piotta rauf an den Ritomsee auf dem Programm. Dabei gab es auf 1.3 km 800 Hm zu überwinden bei einer maximalen Steigung von 89%! Als 11. wurde ich auf die 4300 Treppenstufen geschickt. Nach 26.07 Minuten war ich oben, was Sieg und neuer Streckenrekord bedeutete. Da die Leistung im Rennen meistens schwer einzuschätzen ist, war die Überraschung und Freude darüber umso grösser.
Das restliche Wochenende genossen wir mit schönen Wanderungen im Tessin. Vielen Dank an alle für die super Zeit!

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Vertical KM Texner (Réchy - Vercorin)

Im Wallis stand ich am Start meines ersten Vertical Rennens. Zwischen Réchy und Vercorin gab es auf knapp 4 km 1000 Hm zu überwinden. Mir liefs hervorragend, nach ca. 10 Minuten übernahm ich das Tempodiktat, dabei schrumpfte die Spitzengruppe immer mehr zusammen bis nur noch Lukas Von Känel übrig blieb. Ich versuchte einige Tempowechsel, um ihn distanzieren zu können. Schlussendlich hatte er die grösseren Reserven und gewann das Rennen in 37' 50'' vor mir. Mit meinem zweiten Platz beim ersten Rennen bin ich zufrieden. Herzliche Gratulation an Lukas!

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Saisonbericht

Saisonbericht 2016

 

Nach einem super Start bremste bremste mich leider eine langwierige Verletzung aus.
Im Saisonbericht findest du alles in kurzer Form zusammengefasst.

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Nervenverletzung

Ich stellte mir diese Saison anders vor, vor allem nach dem 2. Rang beim sehr gut besetzten Race Across Italy war ich erst recht hungrig auf das Race Across The Alps und die Tortour. Leider musste ich wenige Tage nach dem RAI einen herben Dämpfer einstecken. Es begann mit sehr starken Wadenschmerzen, danach folgten Lähmungen im linken Unterschenkel. Ich dachte zuerst nur an leichte Nachwehen vom RAI, leider war ich damit etwas gar optimistisch. Es sollte sich als verletzter Nerv rausstellen. Ich hoffte täglich beim Aufstehen, dass die Ausfallerscheinungen über Nacht weg seien. Heute, über 3 Monate nach dem Vorfall, ist zum Beispiel der Zehenstand noch immer nicht möglich, ich kann die Wadenmuskeln links nicht wirklich ansteuern. Es ist ein komisches Gefühl, man steht auf dem Bein und versucht auf die Zehen zu stehen, aber die Muskeln folgen dir einfach nicht. Ich versuchte mein Möglichstes, dass immerhin die Tortour, mein ganz grosses Ziel, noch möglich würde. Ehrlichweise musste ich mir selber zugestehen, dass dies mit gelähmten Wadenmuskeln ein Ding der Unmöglichkeit ist. Dieser Entscheid fiel mir alles andere als leicht und die Enttäuschung ist riesig, schliesslich war das Schweizermeistertrikot mein grosses Ziel. Es gehört aber auch zum (Sportler)leben, dass es neben Erfolgen auch Momente gibt, die nicht nach Wunsch laufen. Dies gilt es zu akzeptieren und die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen, schliesslich ergeben sich gerade aus solchen Situationen auch Möglichkeiten, die sonst an mir vorbeigezogen wären.

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2. Rang Race Across Italy

Das RAI war als erster Saisonhöhepunkt geplant und die Startliste beinhaltete mit Diseviscourt, Di Felice, Baloh, Grüner, Fuchs und weiteren ganz grosse Namen der Ultraszene. Zudem nutzten es viele als letzten Formcheck vor dem Race Across America. Ich war sehr gespannt wie ich mich bei dieser Konkurrenz schlagen kann, die Vorfreude war auf jeden Fall riesig. Gemeinsam mit meinem Team reisten wir am Donnerstag an. Der Freitag gehörte dann den gesamten Vorbereitungen und die beanspruchten mehr Zeit wie gedacht. Zum Glück habe ich einfach ein geniales Team um mich, welches alles perfekt hinrichtete. Sie funktionierten den Bus ins reinste Partymobil um, vorne zwei zusätzliche Scheinwerfer und hinten orange Drehlichter. Pünktlich zum Rennstart am Samstagmorgen schlug das Wetter um. Es wurde merklich kühler, dazu stürmischer Wind (im Rennen nach Gefühl immer von vorne :-)) und Regen. Meine Taktik für die 820 km und ca. 10‘000 Hm war zu Beginn ein eher moderates Tempo anzuschlagen, während andere wohl genau das Gegenteil planten… Jedenfalls wurde ich brutal durchgeben und lag nach 100 km jenseits der Top 10. Bis Kilometer 250 liefs mir alles andere als gewünscht. Kopf und Beine wollten nicht genau so wie ich mir dies vorstelle. Ich war dann froh als es endlich in die Nacht ging, da ich diese Zeit auf dem Rad jeweils immer sehr geniesse. Nun liefs ständig besser, ich holte Fahrer um Fahrer auf und lag nach 540 Km auf Rang 2. Mit dem Rückweg über 8 Abruzzenpässse mit jeweils bis zu 1600 Metern Höhe sollte mein bevorzugtes Terrain erst noch kommen. So konnte ich auch zum Führenden Ralph Diseviscourt Boden gut machen, verlor diesen aber wieder auf den letzten 100 flachen Kilometern ins Ziel. Schlussendlich durfte ich mich gemeinsam mit meinem Team über den 2. Rang freuen, es war ein geniales Gefühl nach etwas weniger als 29.5 h den Zielbogen zu durchfahren. Die Freude und Erleichterung war riesig, war die Vorbereitung rückentechnisch doch nicht immer einfach. An dieser Stelle herzliche Gratulation an den verdienten Sieger Ralph Diseviscourt, er hat uns allen den Meister gezeigt. Das Podest komplettierte die Ultralegende Marko Baloh. Nun ist dies nur die Hälfte, wenn nicht sogar ¼ der Geschichte. Ultrarennen sind für mein Verständnis Teamerlebnisse. Hinter mir im Begleitfahrzeug kümmerten sich Daniela Schneider, Andrea Clavadetscher und Michael Hadorn 30 Stunden nur um mich. Sie lotsten mich durch die verwinkelten italienischen Dörfer, flickten Plattfüsse und zerstörte Umwerfer, motivierten mich, wenn mein Kopf müde und unkonzentriert wurde und steuerten meine Energieaufnahme ganz genau. Es war ein geniales Erlebnis mit euch und das Podest ist das Ergebnis einer tollen Zusammenarbeit, vielen Dank! Lange Ausdauerprüfungen (nicht nur Rennen) hatten schon immer eine magische Anziehungskraft für mich, dazu schätze ich die sehr familiäre und faire Szene. Man hilft sich gegenseitig und motiviert im Wettkampf auch die anderen Fahrer. Dies zeigte sich auch darin, dass Ralph und sein Team kurzerhand im Auto näher zusammenrutschten, mir so noch einen Platz frei machten und mich mit nach Hause nahmen (unser Bus war für die Rückfahrt überladen). Herzlichen Dank an Ralph und sein Team!

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Newsletter

Newsletter

 

Ich entschuldige mich, dass ich in letzter Zeit nur sehr wenig auf meiner Homepage informierte. Im Hintergrund lief dafür umso mehr. Im Newsletter findest du alles Wichtige.

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Saisonbericht

Saisonbericht 2015

 

Eine ereignisreiche Saison neigt sich dem Ende zu.
Im Saisonbericht findest du alles in kurzer Form zusammengefasst.

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Tortour

1026 Kilometer und 12'500 Höhenmeter. Diese Zahlen beinhalten genug Stoff für einen ausführlichen Rennbericht. Die Frage stellt sich nur, wo beginne ich überhaupt! Es war nun ein Jahr her seit meinem doppelten Bandscheibenvorfall. Monatelang sahen mich damals meine Rennräder nur, wenn ich etwas aus dem Keller holen musste. Ich weiss auch nicht wie viele aus meinem Umfeld überhaupt daran glaubten, dass ein Start bei einer solchen Ultraprüfung nochmals möglich wäre. Auch ich zweifelte immer wieder, erlebte ich doch Mitte Juli wieder einen derben Rückschlag. Dass ich dann an der Tortour über die gesamte Strecke meinen Rücken nicht ein einziges Mal spürte, ist mein ganz persönlicher Sieg und nährt meine Ideen von Projekten grössere Dimension... Aber nun zum Rennen. Am Donnerstag fand der Prolog über 1 Kilometer statt. Mein 5. Platz war nicht sonderlich schlecht, aber auch nicht gerade berauschend, aber für ein Rennen über 1000 Km wohl auch nicht rennentscheidend. Die Zeit bis zum Start kurz nach Mitternacht verbrachte ich dösend im Hotelzimmer, doch drehten sich meine Gedanken grösstenteils bereits um das Rennen. Ich war unendlich froh, als ich endlich starten durfte.  Meine Taktik war sehr simpel, ich fuhr schlicht meine Wattvorgaben und wollte mich durch keine Mitbewerber irritieren lassen. So fiel ich ziemlich rasch vom 5. bis auf den 15. Rang zurück. Ich staunte ab dem Tempo gewisser Fahrer und fragte mich, ob diese Chur als Ziel des Rennens ansteuerten... Nach Chur fing dann mit den Alpenpässen mein bevorzugtes Gebiet an. Endlich konnte ich meine Trümpfe ausspielen; in der Fläche hatte ich mit dem normalen Rad trotz Aufsatz doch gewisse Nachteile gegenüber den reinen Zeitfahrmaschinen, doch stellte sich diese Wahl durch meine Rückengeschichte schon gar nicht. Nach Chur begann es auch zu schütten, wurde bitterkalt und mir liefs immer besser. Nach Oberalp, Furka und Grimsel lag ich bereits an 3. Stelle. So durfte es gerne weitergehen. Leider stoppten mich ganz üble Blähungen rapide. Ich kämpfte mich mit Müh und Not noch in die Timestation nach Interlaken, dort war dann fertig lustig. Meine Gedanken voller negativen Gefühle, bitter enttäuscht und mein Bauch platzte fast. Ich konnte nicht mehr anders als mich hinlegen und wartete nur noch auf Marcs Anweisung zusammenzupacken und nach Hause zu fahren. Doch Marc und meine Schwester Barbara massierten stattdessen Rücken und Bauchregion und etwas mehr als eine Stunde später fühlte ich mich wieder pudelwohl, setzte mich aufs Rad und auf gings. Im Simmental zählte dann auch noch Petrus zu meinen Verbündeten, er öffnete alle Schleusen und da wusste ich, auch wenn ich weit zurücklag, war noch sehr viel zu gewinnen, schliesslich lagen noch 600 Km vor mir! Es goss aus Kübeln, doch mir gefiels einfach nur noch. Dazu beflügelte mich der Gedanke, dass in Bulle meine Freundin zum Betreuungsteam dazustossen wird. Ich machte Rang um Rang gut, im Aufstieg zum Col des Mosses genoss ich die herrliche Abendstimmung und stach in rasantem Tempo ins Rhonetal. Es lief wie am Schnürchen und kurz darauf lag ich bereits an 4. Stelle und mein Lieblingsteil der Tortour kam ja erst. Nach Morges waren bereits 600 Km zurückgelegt und ich genoss das Fahren in der Dunkelheit in vollen Zügen. Oftmals fuhr mein Team einige Kilometer voraus, um etwas vorzubereiten und liess mich während dieser Zeit die Nachtfahrt alleine geniessen. Im Aufstieg zum Vallée de Joux war dann mein 3. Rang wieder Tatsache. Nun war ich erst recht beflügelt, zudem wartete in der Timestation von Yverdon mit Christoph Fuhrbach (24 Höhenmeterweltrekordhalter mit dem Rad) ein Kollege auf mich. Von Yverdon gings in Richtung der Jura Freibergen, meine absolute Lieblingsgegend zum Trainieren. Ich kannte jeden Meter und freute mich auf jeden. Auch nach 800 Km liefen meine Beine hervorragend, so flog ich danach auch in meiner Heimat den Passwang und die restlichen Berge nur so rauf. Einen grossen Anteil daran hatten auch Freunde und Bekannte, die mich an jeglichen Orten lautstark unterstützten. Ein unvergessliches Erlebnis, herzlichen Dank! Dank Rückenwind rollte ich zügig nach Glattfelden zur letzten Timestation. Von dort bis nach Schaffhausen sollte es nur noch ein Katzensprung sein, vor allem bei diesen Beinen. Ich konnte die letzten Kilometer richtig geniessen, machte einige Spässe mit der Filmcrew, welche mich dort begleitete und war mit den Gedanken bereits bei der Siegerehrung. Die Silbermedaille der Schweizermeisterschaft um den Hals tragend, ein wunderschöner Gedanke und vor allem dies mit meinem unglaublich tollen Team zu teilen. Doch sollte alles anders kommen und sich ein altes Sprichwort bewahrheiten, dass ein Rennen erst auf der Ziellinie zu Ende ist. Im letzten Dorf vor Schaffhausen, nur noch ein Steinwurf von der Ziellinie weg, übersah mich ein Autofahrer. Ich krachte frontal in seine Seite und schlug mit Schulter und Kopf sehr heftig auf. Der Fahrzeuglenker und das direkt hinter mir fahrende Team Schweizer Holz on Tortour kümmerten sich genial um mich, ganz herzlichen Dank. Ich wollte zwar unbedingt weiterfahren, doch wurde ich immer wieder ohnmächtig. Davon weiss ich aber selber nichts mehr. Schlussendlich landete ich statt in der IWC Arena im Krankenhaus. Dank meiner Freundin war mein Frust aber ziemlich schnell verflogen und die gute Nachricht, dass ausser angerissenen Schulterbändern alles ganz blieb, war doch wertvoller als jede Medaille. Ich musste zwar noch bis Sonntagnachmittag im Spital bleiben, dank Besuch des Tortour OKs, toller Cafeteria und sehr liebenswertem Personal verging die Zeit wie im Fluge. Ein Rennen wie die Tortour braucht neben dem Trainingsaufwand auch sonst ziemlich viele Vorbereitungen, die ohne Team im Hintergrund unmöglich zu bewältigen sind. Es sind diese Personen, die im Stillen arbeiten und deren Namen nachher nicht auf der Rangliste erscheinen, auch wenn sie es mehr als verdient hätten. Dazu gehört natürlich mein Team mit meiner Schwester Barbara, Andreas Binder, Marc Rüdisühli, meiner Physiotherapeutin Melanie Rudin und natürlich meiner Freundin Daniela. Sports Chiropractor Martin Kumm und Erman Küçük leisteten geniale Arbeit während der gesamten Reha Phase, ohne sie wäre dies schon gar nie möglich gewesen. All meine Sponsoren, die mich wie Christoph Jenzer und Peter Haag bereits seit Juniorenalter unterstützen. Doch bringt dich das beste Material nicht weiter, wenn der Motor keine Leistung bringt. Da danke ich Thomas Rentsch, Diana Rast und Martin Feigenwinter. Mit ihm gestaltete ich den mentalen Fahrplan Tortour, welcher bis 5 Km vor dem Ziel aufging. :-) Als Abschluss ein grosses Merci an die gesamte Tortourorganisation inkl. Helfern für den tollen Anlass, sowie allen Fahrern und Betreuern, die mich jeweils anfeuerten und motivierten!

 

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Gigathlon

Seit meiner ersten Teilnahme am Gigathlon (Expo Gigathlon 2002) bin ich fasziniert von diesem Anlass. Die einmalige Atmosphäre und die gegen 10‘000 Sportler aus den verschiedenen Sportarten machen den Gigathlon so einzigartig. Nach dem Sieg 2013 war unser Ziel nicht in erster Linie die Titelverteidigung, sondern 2.5 Tage gemeinsam Spass und Freude zu teilen. Mit mir im Team waren Cherelle Oestringer, Sabrina Rossow, Matthias Bieri und Philipp Gerber. Philipp machte auf dem Bike den Anfang und übergab in den vordersten Positionen liegend an Cherelle. Sie zeigte wieder einmal ihre Klasse und übergab in Führung liegend an Sabrina. Von da an sollten wir die Führung nie mehr abgeben. Als Schlussfahrer am Samstag durfte ich durch das malerische Aargau über unzählige Hügel. Trotz brütender Hitze lief es mir genial und so konnte ich unseren Vorsprung auf 19 Minuten ausbauen. Nach einem gemeinsam Bad in der Aare liessen wir den Abend mit Florian Silbereisens Schlagerparade ausklingen… :-) Sonntagmorgen um 5 Uhr war dann bereits wieder Start für mich. Mit 19 Minuten Vorsprung auf die ersten beiden Verfolger wurde ich aufs Rad geschickt. Jedes einzelne Teammitglied wuchs über sich hinaus und so brachte Schlussläufer Matthias den Sieg bereits kurz nach dem Mittag ins Ziel. Der gemeinsame Einlauf hatte Hühnerhautfeeling! Ein ganz grosses Merci an das ganze Team, es waren zwei Wahnsinnstage mit euch!

 

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24h Höhenmeter Weltrekord

20'407 Höhenmeter in 24 Stunden sind die Zahlen zu meinem Weltrekordlauf; dahinter stecken viele Geschichten, die sich lohnen erzählt zu werden. In neun Monaten vom Rehabilitationstraining zum Weltrekord wäre sicher eine, welche die meisten Leser aber mittlerweile zu genüge kennen. Nein der Rekordlauf gehört auch meinen sehr guten Freunden, die mich unglaublich unterstützten, sei es damals in schwierigen Situationen oder jetzt bei diesem Projekt. Es war Freitagnachmittag als ich gemeinsam mit Andi im vollgepackten Camper meiner Eltern ins Glarnerland fuhr. Auf dem Parkplatz der Aeugstenbahn wurden wir bereits von Werner Waldvogel und seinem Team begrüsst. Während Andi gemeinsam mit Wildhüter Marco bereits einmal die Strecke abging und an vier Stellen zur lückenlosen Dokumentation vier Fotofallen aufstellte, organisierte ich das Chaos im Camper und kochte massenweise Pasta. Später am Abend trafen auch noch meine Freundin Daniela und mein Chiro Martin ein. Im Camper schlief ich tief und fest, das rhythmische tropfen des Regens auf das Dach des Campers wirkte wohl sehr beruhigend. Die Ruhe in mir war dann spätestens beim Morgenessen weg; ich bekam kaum mehr einen Bissen runter und war froh, dass es bald losgehen würde. Um 8 Uhr war auch das komplette Team vor Ort, besprach mit Werner die letzten Details zu Funk etc. um sich danach auf den Weg zu ihren Posten zu machen. Unter dem Applaus zahlreicher hartgesottener Zuschauer, es regnete in Strömen, startete ich Punkt 9.00 Uhr zu meinem 24 Stunden Unterfangen. Ich war froh endlich auf der Strecke zu sein und fühlte mich extrem gut, es machte trotz sehr garstigen meteorologischen Bedingungen einfach nur Spass. Die ersten 350 Meter der Strecke sind flach, danach steigt sie fast 1000 Hm bis zur Bergstation an. Unterwegs wurde ich an zwei Punkten von meinem Team betreut. An der Bergstation wartete Martin auf mich, unterzog mich einem kleinen Check und schickte mich danach mit der Bahn wieder zurück an den Startpunkt, wo ich von der Talstationcrew in Empfang genommen und beim Rennen in der Fläche verpflegt wurde. Die Runden vergingen wie im Flug bis ich in den Runden 6 – 8 ziemlich die Krise schob. Beim Testlauf an Pfingstmontag hatte ich mit sehr starken Kopfschmerzen und schwerstem Schwindel zu kämpfen. Wir nahmen an, dass diese Symptome von den schnellen Höhenwechseln kamen. Während Martin in den Umgängen 1 – 6 mir jeweils an der Bergstation eine 2 Minuten Pause gönnte, gab es danach bis zum Schluss ausser bei der Bahnfahrt keine Pause mehr. Mein Körper musste immer im Rennmodus bleiben, so durfte ich mich in der Gondel auch nicht mehr hinlegen, zudem wechselte ich den Atemrhythmus. Von da an liefs genial, teilweise lief ich die Strecke sogar deutlich unter 50 Minuten und die Nacht, meine Lieblingszeit sollte ja erst noch kommen. Punkt 5 Uhr in der Früh knackte ich den bisherigen Rekord. Ein genialer Moment erwartete mich mein Team doch bereits mit einem Zielbanner, um den Moment festzuhalten. Noch hatte ich vier Stunden Zeit, um die neue Bestmarke weiter zu erhöhen. Schnell war in meinem Kopf die Marke 20'000 gesetzt. Dafür hiess es noch einmal hart beissen. Schlussendlich wurden es 20'407 Höhenmeter. Das gesamte Betreuungs- und Aeugstenbahnteam sowie Zuschauer empfingen mich bei der Bergstation beim Schlusslauf! Ich schrieb sehr viel über mich selber, doch war dies alles ohne meine Leute im Hintergrund nicht möglich. Ein ganz grosses Dankeschön an euch alle. 24 Stunden draussen im nasskalten Wetter auszuharren verdient einen ganz grossen Respekt. Die Verpflegungsposten wurden von Andi, Alain, Michael und Robi abgedeckt. Auch um 4 Uhr morgens wurde ich frenetisch empfangen, die Verpflegung mit Fondue werde ich wohl nie vergessen!  An der Bergstation, die Temperatur lag nur wenig über dem Gefrierpunkt, wurde ich jedes Mal von Martin empfangen, der immer super gelaunt war. Sein Fachwissen und Erfahrung gab mir ein sehr grosses Sicherheitsgefühl! In der Gondel wurde ich entweder von Martin oder jemanden von der Talstationcrew begleitet. Es berührte mich, dass auch in der Nacht immer Zuschauer anwesend waren, die mich mit Applaus und ermunternden Worten bei der Talstation in Empfang nahmen und auf die nächste Runde schickten. Meine Freundin Daniela, meine Schwestern Barbara und Cristina sowie Miriam  versorgten mich hier mit trockenen Kleidern und Verpflegung. Für mich ist Sport einerseits eine sehr grosse Leidenschaft, andererseits auch eine Lebenseinstellung. Diese Einstellung teilen auch Paul Küng, Hans Landolt und Dominik Uehli. Es zeigt sehr viel Sportsgeist, um vier Uhr morgens bei strömendem Regen extra aufzustehen, um mich im Aufstieg zu begleiten und zu motivieren! Vielen Dank, es war mir eine Freude euch kennenzulernen! Oft wurde ich in den letzten beiden Tagen gefragt, welche Schmerzen oder Probleme ich hatte. Ich war selber erstaunt, dass ich bis auf die leichten Kopfschmerzen in Runde 6-8 keine einzigen Probleme hatte. Der intensive Regen durchnässte meinen Schuh zwar bereits nach 2 Minuten, doch wechselte ich bis zum Schluss weder Socken noch die Schuhe. Mein Salomon LAB Schuh passt einfach perfekt. Auch die neu umgestellte Ernährung passte hervorragend. Zu guter Letzt wäre das ganze Projekt ohne die Aeugstenbahn nicht möglich gewesen! Danke an Käthi, Monika, Thomas und Werner! Ich kann einen Ausflug nach Ennenda zur Aeugstenbahn nur empfehlen! Seit 2008 darf ich auf die grosse Unterstützung meines Trainers Thomas Rentsch zählen, ohne ihn wäre ich nie auf diesem Leistungsniveau!

 

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24 Stunden Höhenmeterweltrekordversuch

Noch vor einem Jahr antwortete ich auf die Frage, wieso ich als Ergänzungstraining nicht noch Jogge, dass ich als Radfahrer bereits weiter entwickelt und auf zwei Rädern unterwegs sei. :-) Dies sollte sich dann durch einen Tiefpunkt in meiner sportlichen Karriere ändern. Kurz vor dem Start zu meinem grossen Ziel der Tortour legte mich ein Bandscheibenvorfall komplett lahm. Das erste Mal in meinem Leben wusste ich was Schmerzen sind und welch grosses Geschenk die eigene Gesundheit ist. Von einem Tag auf den anderen waren plötzlich 10 Meter Gehen eine Herausforderung, während vorher 10 stündige Trainings eine „lockere“ Sache waren. Es war dann mein damaliger Studienkollege Michu, ebenfalls bereits „bandscheiben-vorfallgeplagt“, der mich auf die Idee des Bergaufgehens brachte. Dies hätte ihm damals viel gebracht. Ich versuchte es ebenfalls und war begeistert. Die Schmerzen gingen langsam zurück und ich entdeckte etwas Neues. Durch einen weiteren Umstand hatte ich plötzlich viel Zeit zur Verfügung. Kurz vor dem Bandscheibenvorfall kündete ich meine Arbeitsstelle, um nach Studiumsende eine längere Reise zu unternehmen, welches nun durch die Verletzung nicht mehr möglich war. Anstatt zu Hause Trübsal zu blasen, verbrachte ich meine Zeit am Niesen; zu Fuss rauf und mit der Bahn runter, etc. Es war dann meine Schwester Cristina, die mich auf die Idee des 24 Stunden Höhenweltrekords brachte. Sie hat die Kreativität für ausgefallene Ideen. So werde ich nun von Samstag auf Sonntag (20 / 21. Juni) den Versuch starten den bisherigen Rekord des Schweizer Extrembergsteigers Andrea Vogel (17‘000 Hm) zu knacken. Es wird ein sehr hartes Stück Arbeit, aber ich freue mich ungemein darauf. Darf ich doch auch auf die Unterstützung eines super Teams aus meinem Freundeskreis, dem Team der Aeugstenbahn und meiner Sponsoren zählen. Sollte das Wetter halbwegs mitspielen (Gewitter und Sturm wären die grösste Gefahr), dann werde ich am Samstag (20.6.) um 9.00 Uhr bei der Talstation starten. Der Weg führt mich über ca. 2.8 Km 960 Hm hoch bis zur Bergstation. Schaffe ich den Weg in 24 Stunden 18 Mal, dann ginge mein Plan auf. Wir alle freuen uns über eure Unterstützung. Du kannst den Versuch auf der Seite https://www.facebook.com/goldwurstpower.ch mit regelmässigen Meldungen live mitverfolgen oder noch besser du kommst direkt nach Ennenda (GL) zur Talstation der Aeugstenbahn. Leckere Goldwurst-Power Knabberlis warten auf euch! Wer Lust an sportlicher Betätigung hat, darf gerne mit mir mitlaufen. Ganz nah bei der Bergstation liegt die Berggasthaus Aeugstenhütte, wo ihr danach euren Durst und Hunger stillen könnt. In diesem Sinne, greifen wirs an!

 

 

Mitteilung meines Sponsors Goldwurst-Power:
Friedrich Dähler will es wiedereinmal wissen und überrascht uns alle mit einer neuen persönlichen Herausforderung! Am 20. / 21. Juni will er den aktuellen 24h Höhenmeterweltrekord des Extrembergsteigers Andrea Vogel (17‘000 Hm) angreifen. Am 20. Juni um 9 Uhr morgens, sofern das Wetter mitspielt, wird Friedrich Dähler (34) antreten, den Weltrekord im Aufwärtssteigen zu knacken. Dazu plant er, die 960 Höhenmeter zwischen Ennenda bei Glarus und dem Bärenboden innerhalb von 24 Stunden mindestens 18 mal hochzusteigen. Talwärts wird er jeweils mit der Gondel der Aeugstenbahn fahren. Diese wird dazu extra 24 Stunden nonstop fahren. Gelingt der Plan, wird er die 17‘000 Höhenmeter des aktuellen Rekordhalters und Extrembergsteigers Andrea Vogel brechen. Ausdauersport ist für den Lehrer aus Ettingen BL seit Jahren zentral: Der ehemalige Elite-Mountainbiker hat sich mittlerweile den Ultra-Radrennen wie etwa der «Tortour» verschrieben. Die Idee des Weltrekords im Aufwärtslaufen entstand jedoch durch einen Tiefpunkt in seiner sportlichen Karriere: Ein Bandscheibenvorfall letzten August verunmöglichte das Radfahren. «Das einzige, was half, war Aufwärtsgehen», sagt er heute. So begann die Geschichte. «Jetzt freue ich mich auf die Herausforderung, das Ziel zu erreichen.»
Also merkt Euch den Termin und seid dabei wenn Friedrich Sportgeschichte schreibt! Wir unterstützen ihn mit Goldwurst-Power und wünschen ihm viel Erfolg!

 

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Niesentreppenlauf

Dank meinem Schwager Res war ich doch noch einer der 200 Glücklichen, die beim längsten Treppenlauf der Welt am Start stehen durften. Im 20 Sekundenrhythmus wurden jeweils 3 Läufer gleichzeitig auf die 1700 Hm und mit 11'500 Treppentritten bestückte Strecke geschickt. Als 32. war ich an der Reihe. Bereits nach kurzer Zeit hatte ich alle vor mir Gestarteten überholt und lag in Führung. Dabei konzentrierte ich mich ganz auf meinen Rhythmus. Immer zwei Tritte pro Mal. Der ganz grosse Favorit und Bestzeitenhalter Emmanuel Vaudan startete 20 Sekunden hinter mir. Sein Palmares ist eindrücklich, zeigte er doch auch schon Trailchampion Kilian Jornet bei Vertical Rennen den Meister. Nach ca. 300 Hm hatte er die 20 Sekunden zu mir aufgeholt, gemeinsam zogen wir weiter. Sein Stil war sehr speziell, er lief zwischen Geleise und Treppe im Schacht jeweils auf allen Vieren... Ich war immer froh, wenn die Treppen gleichmässig waren und ein Geländer vorhanden war. Dann konnte ich sein Tempo halten. Irgendwann musste ich ihn leider ziehen lassen, danach kämpfte ich mich alleine hoch. Trotz der enormen Hitze lief er eine 59er Zeit! Gratulation zu dieser Top Leistung. Mit 1h war ich nur etwas langsamer und stand bei der ersten Teilnahme gleich auf dem Podest, ich war wirklich sehr happy! Kollege Christian finishte hinter mir dann noch als 3! Auch für ihn bei der ersten Teilnahme! Ein grosses Dankeschön an den Veranstalter für dieses tolle Rennen und Philipp für die Übernachtung!

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Highway to Sky

Highway to Sky war der passende Name für das Zeitfahren von Innertkirchen auf den Sustenpass über 28.1 km und 1606 Hm. Ich freute mich ungemein auf dieses Rennen. Als einer der letzten von knapp 200 Fahrer wurde ich auf die Strecke geschickt. Ich fuhr die gesamte Strecke nach Gefühl und meinem Wattgerät. Bereits bald holte ich die ersten Fahrer ein. Mit dem Deutschen Bergspezialisten Christoph Fuhrbach (Weltrekordhalter 24h 21'060 Hm!) konnte ich noch ein paar Sätze wechseln; genial dieser Typ! Schlussendlich erreichte ich die in Nebel gehüllte Passhöhe nach 1.12h und gewann dieses Rennen sogar. Danach machte ich mich mit dem letztjährigen Tortourdritten Markus Amstutz noch auf eine Trainingsrunde. Grosses Merci an Rolf für die Mitfahrgelegenheit!

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Bergtestlauf

Den Pfingstmontag nutzte ich für meinen Testlauf. Um 7.15 Uhr startete ich inEnnenda und lief insgesamt 11 Mal zur Bergstation der Aeugstenbahn. Gesamthaft ergab dies ca. 10600 Hm, reine Laufzeit ohne Bahn 8h 38 min. Einganz grosses Merci an das Team der Aeugstenbahn um Werner Waldvogel!

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Bergrennen Silenen Amsteg Bristen

6.5 Kilometer und knapp 300 Höhenmeter. Dies sind die Eckdaten des wohl bekanntesten Schweizer Bergrennens. Die Besetzung war wie jedes Jahr sehr hochkarätig, waren mit Flückiger und Giger doch auch zwei der stärksten Biker am Start. Die ersten drei Kilometer waren flach, wurden angenehm locker gefahren und dienten mir zum Aufwärmen. Direkt nach dem Abbiegen in den Aufstieg nach Bristen war dann aber fertig mit der Ruhe. Das Tempo wurde schlagartig erhöht und das Feld verkleinerte sich rasant. Ich konnte mich vorne behaupten und lag 800 Meter vor dem Ziel noch in der 5er Spitzengruppe. Leider war die letzte steile Rampe dann aber einen Tick zu lang. Ich musste die Spitze ziehen lassen und wurde auf den letzten Meter auch noch von Fabian Giger und Radquerspezialist Lukas Winterberg übersprintet. Trotzdem darf ich mit diesem Resultat in Mitten der Topfahrer zufrieden sein. Eindrücklich in Erinnerung habe ich die vielen Zuschauer am Rand der Strecke, die die Fahrer regelrecht den Berg hoch geschrien haben.

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Tortour 2014

Ich bin am Start der diesjährigen Tortour 2014 vom 14. -17. August 2014

DIE IDEE. Die TORTOUR ist das erste mehrtägige Non-Stop-Radrennen der Schweiz. Die TORTOUR kombiniert die besten Ideen aus allen bestehenden Langdistanzrennen. Damit ist das Rennen attraktiv für Leistungssportler, Breitensportler sowieTeamsportler und Firmen. Das Rennen läuft während Tag und Nacht – eine grosse Herausforderung für Fahrer UND Betreuer.


Das Rennen startet in Schaffhausen und führt über rund 1‘000 km und 14‘500 Höhenmeter rund um die Schweiz wieder zurück in die Munotstadt. Die Einzelfahrer und Teams benötigen für diese Strecke zwischen 32 - 48 Stunden.


switzerland.tortour.com


Ich liebe was ich tue. Diese Passion lebe ich jeden Tag.




Das neue Trikot ist da!

Das Team Goldwurst-Power/Vitaliscenter und ich freuen uns, Euch das neue Trikot zu präsentieren. Die Farbe weiss verspricht bei Wärme und Sonne eine "optimierte" Kühlung! Nach der Tortour wird das Dress in einer grösseren Auflage produziert und käuflich zu erwerben sein.

Kontakt

Friedrich Dähler

Unterschaien 10

CH-4107 Ettingen

friedrich.daehler@gmx.ch