Nervenverletzung

Ich stellte mir diese Saison anders vor, vor allem nach dem 2. Rang beim sehr gut besetzten Race Across Italy war ich erst recht hungrig auf das Race Across The Alps und die Tortour. Leider musste ich wenige Tage nach dem RAI einen herben Dämpfer einstecken. Es begann mit sehr starken Wadenschmerzen, danach folgten Lähmungen im linken Unterschenkel. Ich dachte zuerst nur an leichte Nachwehen vom RAI, leider war ich damit etwas gar optimistisch. Es sollte sich als verletzter Nerv rausstellen. Ich hoffte täglich beim Aufstehen, dass die Ausfallerscheinungen über Nacht weg seien. Heute, über 3 Monate nach dem Vorfall, ist zum Beispiel der Zehenstand noch immer nicht möglich, ich kann die Wadenmuskeln links nicht wirklich ansteuern. Es ist ein komisches Gefühl, man steht auf dem Bein und versucht auf die Zehen zu stehen, aber die Muskeln folgen dir einfach nicht. Ich versuchte mein Möglichstes, dass immerhin die Tortour, mein ganz grosses Ziel, noch möglich würde. Ehrlichweise musste ich mir selber zugestehen, dass dies mit gelähmten Wadenmuskeln ein Ding der Unmöglichkeit ist. Dieser Entscheid fiel mir alles andere als leicht und die Enttäuschung ist riesig, schliesslich war das Schweizermeistertrikot mein grosses Ziel. Es gehört aber auch zum (Sportler)leben, dass es neben Erfolgen auch Momente gibt, die nicht nach Wunsch laufen. Dies gilt es zu akzeptieren und die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen, schliesslich ergeben sich gerade aus solchen Situationen auch Möglichkeiten, die sonst an mir vorbeigezogen wären.

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